Einzelsitzung
Immer wieder werde ich gefragt, was machen Sie denn so, wenn eine Führungskraft zu Ihnen ins Einzelcoaching kommt? Was geschieht da eigentlich? Gerne will ich das ein wenig näher erläutern – auch, wenn es etwas ist, das man nur selbst erleben und erspüren kann.
Führungskräfte, die eine professionelle Begleitung in Anspruch nehmen, kommen aus unterschiedlichen Gründen zu mir. Viele fühlen sich inzwischen derart einsam in ihrer Spitzenposition, dass sie kaum mehr mit jemandem vertrauensvoll sprechen können. Weil sie sich von Menschen, die ihnen nahe stehen, bereits weit entfernt haben – oder das zumindest meinen. Andere Führungskräfte wiederum spüren, dass sie die Bodenhaftung verloren haben, oder dass Ihnen Gespür und Intuition für die richtige Entscheidung abhanden gekommen ist. Jedesmal sind es Menschen, die bereits an einem bestimmten Höchstleistungsniveau angekommen sind, aber sich noch weiter entwickeln wollen.
Nach ein paar wenigen gemeinsamen Stunden des Zusammenseins stelle ich meist fest, dass es durchweg vergleichbare Themen sind, welche diese Menschen bewegen: Die Angst in wichtigen Dingen zu versagen, nicht den Ansprüchen - von wem und was auch immer - zu genügen, alles zu verlieren, blöd dazustehen. Aber auch: sich, andere Menschen und ihr Umfeld nicht mehr richtig zu spüren.
Meine Eingangsfrage ist oft: "Mit was wollen wir denn beginnen, oder was wäre im Moment für Sie das wichtigste Thema?" Die Antwort darauf kann verblüffend einfach sein: Barfuss durch einen regennassen Wald zu spazieren, mit zerrissenen Hosen am Feuer zu sitzen oder einfach nur im frisch gemähten Gras ausgestreckt da zu liegen und den Wolken zuzuschauen oder ganz einfach nur da zu sein – ohne Stress, ohne Druck.
Ich lasse erkennen, wie richtig und wichtig es ist, achtsam zu sein, achtsam zu sich selber und achtsam zu anderen – Menschen, Tiere oder Pflanzen. Wie wichtig es sein kann, seine eigenen Glaubenssätze, Prägungen und die antrainierte Konditionierung zu überprüfen, in Frage zu stellen und gegebenenfalls zu ändern.
Ehrlich und offen zu sagen, was sie meinen und fühlen, stellt für viele Mandanten eine hohe Hürde dar. Zu erkennen, welch schier unerschöpflicher Schatz oder Quelle an Inspiration und Intuition in jedem von uns liegt. Was es bedeutet, jeden Tag aufzustehen und diesen einen Tag leben und arbeiten zu dürfen. Zu erkennen, dass nichts normal und selbstverständlich ist - dieses elementare, kindliche Gespür wiederherzustellen, das ist ein erster wichtiger Schritt auf dem gemeinsamen Weg.
Allmählich reift dann die Erkenntnis, was es heißt, mitfühlendes Verständnis für eine Situation oder für einen anderen Menschen zu haben. Und plötzlich erinnern sich die Menschen, welche ich auf ihrem Weg begleiten darf, an Begriffe wie: Dankbarkeit, menschliche Wärme, Liebe, Demut, Wertschätzung. Und dass es eine hohe Kunst ist, sich selbst zu führen. Aber die Voraussetzung, um andere zu führen.
Wo dieser gemeinsame Weg endet, ist stets offen. Ganz bestimmt hinterlässt er Spuren, löst aus, verhindert, regt zum Denken an und kann Entscheidungen und Veränderungen herbeiführen. So einfach ist es: Sie schenken mir Ihr Vertrauen und Sie bekommen es als Ihr ganz persönliches Geschenk wieder zurück.
Für alle Interessierten geben Sie bitte im Kontaktformular Ihre Angaben und Wünsche an, ich setze mich mit Ihnen in Verbindung.
Ich freue mich darauf, Sie persönlich kennen zu lernen und Ihr Begleiter zu sein.
Ihr
Hanspeter Liechti
